Facharztpraxis für
Urologie und Uro-Onkologie
Dr. med. Sibylle Eichler

Ärztehaus, Brunnenstraße 160
Ecke Anklamer Straße
10115 Berlin – Mitte

Facharztpraxis für
Urologie und Uro-Onkologie
Dr. med. Sibylle Eichler

Ärztehaus, Brunnenstraße 160
Ecke Anklamer Straße
10115 Berlin – Mitte

Urologische Erklärungen

Blasenentleerungs­störungen

Eine Störung der Blasenentleerung liegt vor, wenn die Entleerung erschwert und/oder unvollständig ist oder wenn sie besonders häufig oder selten stattfindet. Auch willkürliche Blasenentleerungen sind Störungen. Eine Blasenentleerungsstörung kann schnell zu einer Dysurie führen. Hierbei handelt es sich um eine häufig auftretende Begleiterscheinung von Harnwegsinfekten, die sich in der Regel durch starke Schmerzen während des Urinierens äußern. Die häufigste Ursache hierfür ist beim Mann eine gutartige Prostatavergrößerung, aber auch Erkrankungen wie Harnröhrenengen kommen in Betracht. Eine genaue urologische Abklärung ist vor jeder Therapie wichtig.

Enuresis – Einnässen

Unter Enuresis versteht man das unwillkürliche, meist nächtliches Einnässen. Ursache des Einnässens können Krisensituationen, schwere Erkrankungen oder erhöhte Belastungen sein. Es muss eine exakte urologische Diagnostik, bestehend aus Anamnese, Miktionstagebuch, Urinabklärung und Ultraschall erfolgen.

Erektile Dysfunktion

Unter erektiler Dysfunktion versteht man die Unfähigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erzielen. In der Mehrzahl der Fälle stecken körperliche Ursachen hinter Erektionsstörungen. Die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion nimmt mit steigendem Alter und bei Rauchern zu. Neben organischen Ursachen können auch psychogene Ursachen der Funktionsstörung vorliegen. Eine genaue Abgrenzung ist oft nicht möglich. Zu den Ursachen gehören Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Hypertonus, Adipositas, vorangegangene Operationen im Beckenbereich, Verletzungen und neurologische Veränderungen sowie hormonelle Störungen. Heute ist in den meisten Fällen eine erfolgreiche Therapie möglich. Bei Männern, die älter als 50 Jahre sind, kann eine erektile Dysfunktion ein Warnhinweis auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall sein, denn hinter einer erektilen Dysfunktion kann auch eine Verkalkung der Blutgefäße stecken.

Harnblasentumor

Blasenkarzinome sind bösartige Tumore, die von den Geweben der Harnblase ausgehen. Die Erkrankung kommt bei Männern dreimal häufiger als bei Frauen und bevorzugt im höheren Lebensalter vor. Die Ursachen sind oft unbekannt, ein deutlicher und gesicherter Risikofaktor ist jedoch das Zigarettenrauchen. Als typisches Erstsymptom gilt die schmerzlose Hämaturie, d.h. Blut im Urin. Auch Störungen beim Urinlassen oder Symptome einer Blasenentzündung können ein Anzeichen sein. Harnblasentumore können auch ohne Beschwerden vorliegen. Möglichkeit der Früherkennung ist der NMP-22-Urintest, eine anschließende Blasenspiegelung kann dann in der Praxis durchgeführt werden. Bei frühzeitiger Erkennung von Harnblasentumoren ist eine Heilung gut möglich. Die Therapie richtet sich hierbei nach dem Tumorstadium.

Harnwegsinfektion

Bei einer Harnwegsinfektion handelt es sich um eine durch Krankheitserreger verursachte Infektionskrankheit der ableitenden Harnwege. Bedingt u.a. durch die kurze Harnröhre sowie durch die bakterielle Besiedlung des Darmausgangs und des Vaginalbereiches kommt es bei Frauen häufiger zum urogenitalen Infekt als beim Mann. Die leichteste Form ist die isolierte Blasenentzündung, die vor allem bei der erwachsenen Frau und vereinzelt bei Jugendlichen auftritt. Die akute unkomplizierte Blasenentzündung ist zwar sehr lästig, heilt aber oft, wenn sie rechtzeitig behandelt wird, folgenlos aus. Die Infektion kann sich jedoch bis in die Nieren und die Blutbahn ausbreiten und dadurch zu bedrohlichen Krankheitsbildern führen. Wichtig ist nach einer Erregerbestimmung im Urin die konsequente medikamentöse Behandlung, damit sich die Infektion nicht auf den restlichen Urogenitaltrakt ausbreiten kann. Zu nennen ist hier die Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), die oft mit Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl einhergeht. Die Pyelonephritis muss daher dringend und möglichst testgerecht behandelt werden.

Hodentumor

Ein bösartiger Hodentumor wird auch Hodenkarzinom genannt. Er befällt vor allem junge Männer in der Altersgruppe von 17 bis 40 Jahren, aber auch Kinder. Hodenkrebs ist in dieser Altersgruppe die häufigste Krebserkrankung. Sie wird meist durch Selbstabtastung entdeckt. Weitere Symptome sind Schweregefühl im Hoden, Schmerzen, die sich z. B. als einseitiges Ziehen im Hoden oder in der Leiste bemerkbar machen, oder eine Ansammlung wässriger Flüssigkeit um den Hoden. Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen ist Hodenkrebs eher selten. Er macht nur etwa ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore aus. In den Altersklassen der 2- bis 4-jährigen und 15- bis 19-jährigen Jungen ist es aber der häufigste Krebs. Der größte Risikofaktor für Hodenkrebs ist der Hodenhochstand. Der Hoden ist dabei in der Leistengegend verblieben oder wandert dahin zurück, anstatt im Hodensack zu verbleiben. Je früher ein Hodenkrebs erkannt wird, desto besser kann dieser therapiert werden. Die Heilungschancen liegen dann bei über 90%.

Inkontinenz / Blasenschwäche

Unter Blasenschwäche oder Harninkontinenz versteht man einen unkontrollierten Urinverlust. Dieser stellt eine große psychische Belastung dar und kann zu sozialer und hygienischer Beeinträchtigung führen. Wenn sie Stuhl oder Urin nicht mehr halten können, ist das den Betroffenen zumeist sehr peinlich. Viele ertragen ihre Erkrankung daher still, trauen sich nicht einmal, darüber mit ihrem Arzt zu sprechen. Und das, obwohl die Harninkontinenz weit verbreitet ist und mit dem Alter deutlich zunimmt,. Es können verschiedene Formen der Inkontinenz unterschieden werden. Die Diagnose und die Therapie der Harninkontinenz sollte immer dem Urologen überlassen sein. In den meisten Fällen kann dieser auch eine Heilung oder zumindest eine Besserung der Erkrankung erreichen.

Nierentumor

Hier unterscheidet man zwischen gut- und bösartigen Tumoren der Niere sowie bösartigen Tumoren des Nierenbeckens. Bedeutsam sind vor allem die bösartigen Tumoren, die eigentlichen Nierenzellkarzinome. Überwiegend treten Nierentumoren im fünften und sechsten Lebensjahrzehnt und bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen auf. Es ist der dritthäufigste urologische Tumor. Die Ursachen der Tumorentstehung sind ungeklärt, jedoch wurde in den letzten Jahren in Deutschland ein Anstieg der Erkrankungshäufigkeit verzeichnet Die Diagnose wird häufig zufällig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung festgestellt, da eigentliche Frühsymptome der Erkrankung fehlen. Schmerzen, Blut im Urin oder eine tastbare Resistenz sind Spätsymptome. Teilweise wird ein Nierenkrebs auch erst durch Beschwerden, die durch Metastasen (Tochtergeschwülste) des Tumors verursacht werden, entdeckt. Die Heilung kann derzeit nur durch die rechtzeitige chirurgische Entfernung des Tumors erreicht werden. Eine Früherkennung ist durch einen Nieren-Check (Selbstazhler-Leistung) möglich.

Reizblase

Als Reizblase oder hyperaktive bzw. überaktive Blase wird eine Form der Inkontinenz bezeichnet, bei der es trotz wenig gefüllter Harnblase zu einem sehr plötzlich auftretenden, dringenden Harndrang kommt. Die Folge sind überdurchschnittlich häufige Blasenentleerungen in kleinen Mengen, auch Pollakisurie genannt, sowie mitunter unfreiwillige Harnabgänge. Bei einer überaktiven Blase erhält das Hirn fälschlicherweise den Befehl zur Blasenentleerung, obwohl die Blase noch nicht gefüllt ist. Die Blasenwandmuskulatur zieht sich dabei zusammen und verursacht den für eine überaktive Blase typischen plötzlichen Harndrang. Die Reizblase ist ein häufig auftretendes Krankheitsbild, das in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern vorkommen kann. So leiden in Deutschland Millionen Erwachsene an einer überaktiven Blase. Allerdings sind Frauen, insbesondere im Alter zwischen 30 und 50, weit häufiger betroffen als Männer.

Schwangerschaftskomplikationen

Schwangerschaftskomplikationen sind Erkrankungen und Zustände, die spezifisch während einer Schwangerschaft auftreten oder bereits vor der Empfängnis bestanden und sich während der Schwangerschaft verstärken können. Während einer normalen Schwangerschaft verändern sich auch die Nierendurchblutung und die Harnausscheidung und oft tritt eine Erweiterung des Nierenbeckenhohlsystems auf. So wird die Harnblase mit zunehmender Größe des Kindes verdrängt und auch nach der Entbindung kann es bleibende Veränderungen im Becken und damit Veränderung der Blasenentleerung geben. Infolge dieser normalen Veränderungen kann es zu Komplikationen kommen. Es besteht z. B. eine erhöhte Rate von Harnwegsinfektionen. Andere Erkrankungen, wie ein Steinleiden, sind zwar in der Schwangerschaft etwa so häufig wie außerhalb einer solchen, aber Ihre Diagnose und Behandlung ist durch die besonderen Umstände natürlich immer erschwert. Gerade hier ist der Urologe gefordert, um möglichst in Kooperation mit dem Gynäkologen, eine für Mutter und Kind sichere Behandlung und dadurch einen möglichst sicheren Schwangerschaftsverlauf zu gewährleisten.

Steigerung der körperlichen und mentalen Vitalität

Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Leistungsabfall, leichte depressive Verstimmung, Reizbarkeit – all dies trifft die meisten Menschen irgendwann einmal. Besonders nach Phasen großer mentaler oder körperlicher Anstrengung in Familie oder Beruf fühlen wir uns erschöpft. Eine Ursache für diese Erschöpfungszustände kann ein Mangel an den wichtigen Vitaminen B6, B9, B12 sein. Diesen Mangel können Sie oftmals nicht über die normale Nahrung ausgleichen. Unsere Aufbaukur mit Vitamin B6, B12 und Folsäure wird gegen allgemeine Erschöpfungszustände eingesetzt. Sie verleiht Menschen, die sich erschöpft und niedergeschlagen fühlen, neuen Schwung.

Steinerkrankungen

Zu den am häufigsten behandelten Erkrankungen in der Urologie gehören Blasen-, Harnleiter- und Nierensteine. Es sind feste Gebilde meist kristalliner Bestandteile, die sowohl im Nierenbecken als auch in Harnleiter oder Harnblase auftreten und jeweils spezifische Beschwerden verursachen können. Die Erkrankung kommt bei Männern und Frauen etwa gleich häufig vor. Falsche Ernährung, Bewegungsmangel, unzureichende Flüssigkeitszufuhr und ein gestörter Stoffwechsel können Faktoren sein, die eine Steinbildung hervorrufen. Die Entstehung von Harnsteinen ist daher ein vielschichtiger Vorgang, bei dem mehrere Faktoren beteiligt sind. Die möglichst genaue Kenntnis dieser Faktoren ermöglicht dem Urologen die Therapie und Prophylaxe des Harnsteinleidens. Auffälligstes Symptom der Erkrankung ist die typische Harnsteinkolik. Die Schmerzen können sehr heftig sein und gehen oft mit Brechreiz, Erbrechen, Schweißausbrüchen und Kollapsneigung einher. Die Therapie richtet sich nach Lage, Größe und Zusammensetzung des Steines, wobei es ein Ziel ist, die Beschwerden des Patienten schnell zu lindern.

StroVac: Impfung gegen Harnwegsinfekte

Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang bei geringen Urinmengen können Symptome einer Blasenentzündung sein. Die Entzündung der Harnblase ist die am häufigsten auftretende bakteriell verursachte Entzündung. Häufige Antibiotikaverordnungen führen zu Resistenzen. StroVac ist hier eine, seit mehr als 35 Jahren angewendete, Alternative. Die Impfung wird in Deutschland als IGeL Selbstzahler-Leistung angeboten d.h. der Patient muss für die Spritzen in Vorleistung gehen und das Privatrezept dann bei seiner Krankenkasse einreichen. Ob eine Kostenübernahme stattfindet, wird von Fall zu Fall entschieden. Erst nach mehreren Impfungen ist ein ausreichender Impfschutz erreicht.

Sexualmedizin – Kinderwunsch

Das menschliche Sexualverhalten ist psychisch, sozial und ethisch geprägt. Die Sexualmedizin beschäftigt sich mit Aspekten, die der Erhaltung und Förderung der sexuellen Gesundheit dienen und bedient sich hierzu auch psychotherapeutischer Interventionen. Sexuelle Störungen können Folge von Paarkonflikten sein. Oft bestehen unbewusst Tabus und es fehlt eine geeignete Paarkommunikation. Die Konflikte haben meist direkte Auswirkungen auf die Paarbeziehung, oft aber auch Wechselwirkungen mit anderen Bereichen des psychosozialen Erlebens. So können sie auch zu Störungen des körperlichen Wohlbefindens beitragen. Paare mit Kinderwunsch können sich vertrauensvoll an unsere Praxis wenden. Die entsprechende Kinderwunschdiagnostik des Mannes z.B. ein Spermiogramm führen wir durch.

Urodynamik

Die Urodynamik ist ein Messverfahren, das mit Hilfe eines Blasenkatheters nach Füllung der Blase kontinuierlich den Druck in der Blase und in der Harnröhre sowohl in Ruhe als auch unter Belastung (Husten, Pressen) ableitet. Die so erhaltenen Druckkurven werden über ein Computersystem ausgewertet und vom Arzt interpretiert. Eine urodynamische Messung wird durchgeführt, um verschiedene Formen der Blasenentleerungsstörung unterscheiden und einteilen zu können. Vor der Behandlung einer Inkontinenz und einiger anderer Störungen der Miktion ist eine urodynamische Untersuchung des Patienten sinnvoll. Eine Urodynamik kann sicher und schmerzfrei durchgeführt werden. Vorher muss eine Blasenspiegelung vorgenommen werden.

Vorhautverengung

Unter einer Vorhautverengung (Phimose) versteht man eine angeborene oder erworbene Enge der Vorhaut, so dass diese nicht mehr ganz zurückgezogen werden kann. Dadurch können Entzündungen und andere Komplikationen entstehen. Ob und wann eine operative Therapie (die Beschneidung) in Frage kommt, sollte im Einzelfall der Urologe entscheiden. Der Urologe überprüft hierbei, ob sich die Vorhaut ganz oder teilweise über die Eichel zurückschieben lässt und ob sich eventuell ein Schnüring bildet. Findet sich ein Befund, der einer Behandlung bedarf, wird der Urologe die am besten geeignete Behandlungsmöglichkeit mit dem Patienten besprechen.

Frau Dr. Sibylle Eichler

Telefon: 030 / 44 73 40 80

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